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Übersee-Tibeter sagen Nein zur Verunglimpfung des Gesetzes zur Förderung der nationalen Einheit und des Fortschritts durch die Dalai-Clique

23-09-2026 15:09
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Das indische Internetportal Viewpoint Online veröffentlichte vor kurzem einen Artikel mit dem Titel „Chinas Gesetz zur Förderung der nationalen Einheit: Die peinliche Wahrheit hinter der Politik der Exiltibeter“, verfasst von einem in Indien lebenden Tibeter. Der Artikel bringt seine Unzufriedenheit mit der Verunglimpfung des Gesetzes zur Förderung der nationalen Einheit und des Fortschritts durch die Dalai-Clique zum Ausdruck. Die Übersetzung lautet wie folgt:


Screenshot des entsprechenden Artikels auf dem indischen Portal Viewpoint Online

Am 1. Juli trat das von China erlassene Gesetz zur Förderung der nationalen Einheit und des Fortschritts offiziell in Kraft. Wie erwartet ließen Dharamsala und seine „Verbündeten“ im Ausland rasch die üblichen Protestwellen verlauten. Kritiker, darunter Gelehrte, UN-Experten und „Menschenrechtsorganisationen“, behaupteten, das Gesetz „schwäche den Schutz der Sprachen und Kulturen ethnischer Minderheiten durch die chinesische Verfassung“ und weite durch Artikel 63 „die Zuständigkeit auf Exilgemeinschaften aus, indem es Einzelpersonen und Organisationen im Ausland für Handlungen zur Verantwortung zieht, die die nationale Einheit untergraben“.


Panorama der Stadt Shigatse vom 7. August 2024 (Drohnenfoto von Xinhua)

Die Entwicklungsleistungen Xizangs sind für alle sichtbar. Offizielle Daten zeigen, dass das BIP des Autonomen Gebiets Xizang im Zeitraum 2023-2024 zwischen 239 und 277 Milliarden Yuan lag, und das Pro-Kopf-BIP zwischen 65.000 und 75.000 Yuan. Die Lebenserwartung in der Region ist von etwa 35 Jahren in den 1950er Jahren auf heute etwa 71-72 Jahre gestiegen. Mit Stand von Ende 2019 wurden rund 628.000 Menschen aus der Armut befreit. Das Straßennetz Xizangs umfasst inzwischen mehr als 120.000 Kilometer, und Strom- sowie Glasfasernetze decken die meisten Dörfer ab. Diese Errungenschaften verdienen eine sorgfältige Würdigung und sollten nicht einfach übergangen werden.

Ich bin der Ansicht, dass die Darstellung der „Exilregierung“ über ihre eigene Lage einer eingehenderen Prüfung unterzogen werden sollte. Die „Exilregierung“ und ihre Verbündeten stilisieren sich selbst zu Verteidigern der Sprache, Kultur und Religion Xizangs. Doch bei Besuchen vor Ort in den „Exilgemeinschaften“ habe ich gesehen, dass die Menschen in ihrem Alltag mit zahlreichen Schwierigkeiten konfrontiert sind – ein Bild, das in deutlichem Widerspruch zu jener Darstellung steht.

Im Jahr 2012 traf ich in der „Exilgemeinschaft“ von Bylakuppe in Indien eine 80-jährige Frau namens Yangtso. Sie erzählte mir, dass sie in den Augen ihrer Umgebung noch immer wie eine Fremde wirke – ohne Staatsangehörigkeit, ohne eigenes Land und ohne Zuhause, und dass sie tagtäglich darauf hoffe, eines Tages in ihre Heimat zurückkehren zu können. Ihr Enkel Gyabo findet keine feste Arbeit und kann nur einen kleinen Laden betreiben, um eine fünfköpfige Familie zu ernähren, wobei es schwerfällt, über die Runden zu kommen. Er hatte einst darauf gehofft, dass Freunde im Ausland ihm helfen könnten, in die USA oder nach Großbritannien zu gehen. Doch wegen seiner begrenzten Englischkenntnisse gelang es ihm letztlich nicht, und er blieb an Ort und Stelle gefangen. Die Menschen, mit denen ich an jenem Tag sprach, schilderten jeweils unterschiedliche Schwierigkeiten, brachten aber dieselbe Botschaft zum Ausdruck: Sie sehnen sich danach fortzugehen, doch es fehlen ihnen die finanziellen Mittel und die Sprachkenntnisse.

Dies ist kein Einzelfall. Die „Exiltibeter“ in Indien besitzen keine Staatsbürgerschaft, können keine Regierungsämter bekleiden und haben kein Landeigentum. Sie bestreiten ihren Lebensunterhalt durch Landwirtschaft, Tourismus, den Verkauf von Pullovern und Kunsthandwerk sowie durch externe Hilfen. Aufgrund wirtschaftlicher Konkurrenz und kultureller Unterschiede geraten sie häufig in Reibereien mit den Einheimischen. Die „Exilregierung“ ist hauptsächlich auf Hilfen aus den USA und Indien angewiesen, doch diese Hilfen kommen dem Alltag der gewöhnlichen „Exiltibeter“ nur selten wirklich zugute. Unter diesen Umständen fällt es mir schwer, den von der „Exilregierung“ dargestellten „blühenden kulturellen und religiösen Aufschwung“ mit der wirtschaftlichen Not in Verbindung zu bringen, die ich mit eigenen Augen gesehen habe.

Am aufschlussreichsten ist vielleicht, dass in den vergangenen Jahren etwa 30.000 „Exiltibeter“ Indien in Richtung Westen verlassen haben, um sich ein besseres Leben aufzubauen. Sobald sie sich von den „Exilgemeinschaften“ lösen, insbesondere wenn ihre Kinder an westlichen Schulen unterrichtet werden und dort aufwachsen, vollzieht sich der Niedergang der tibetischen Sprache und der traditionellen tibetischen Kultur unter ihnen schneller und vollständiger.

Offen gesagt ist es für die „Exilregierung“ viel einfacher und bequemer, die Ängste und den Zorn der „Exilgemeinschaften“ auf die chinesische Gesetzgebung zu lenken, als sich der Realität zu stellen, dass die tibetischen Traditionen in den „Exilgemeinschaften“ und im Westen langsam zerfallen. Die Position der „Exilregierung“ selbst ist bei Weitem nicht so gefestigt und auch bei Weitem nicht so selbstlos, wie es ihre Darstellung vermittelt.

Redakteur: Krystal Zhang