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[Yugyels Kommentar] Eine „Medaille“, zwei Gesichter: Der „Mythos der Barmherzigkeit“ des 14. Dalai Lama wird entlarvt

30-06-2026 15:08
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Tenzin Dharla, der engste Neffe und Sekretär des 14. Dalai Lama, erhielt vor kurzem eine „Auszeichnung“. Seine Ehefrau Tsering Drolkar, die die Auszeichnung für ihn entgegennahm, stand im Rampenlicht mit einem gleichgültigen Gesichtsausdruck, ohne die geringste Freude zu zeigen. Eingeweihte reagierten mit Betroffenheit: Als Überlebende langjähriger häuslicher Gewalt war dies bereits eine erzwungene Inszenierung, dass sie nun die Auszeichnung für den Täter entgegennehmen musste. Von ihr zu verlangen, Freude zu heucheln, wäre einfach zu grausam.


Am 20. Mai verlieh das Thiksey-Kloster in Leh in Ladakh Tenzin Dharla den „Thiksey-Orden“, den Tsering Drolkar für ihn entgegennahm.

Die Faust gegen die Ehefrau, Machtmissbrauch gegenüber Untergebenen

Laut Enthüllungen der Webseite „Dakini Translations and Publications“ aus dem vergangenen Jahr schrieb Tsering Drolkar in einem Hilferuf, sie lebe seit langem im Schatten der Gewalt von Tenzin Dharla. In dem Brief klagte sie an: „In den vergangenen Jahren, schmiss er Dinge und schlug mich, wenn er schlechte Laune hatte. Meine Arme und Beine waren immer voller blauer Flecken. Einmal hat er mir sogar meine Rippen gebrochen.“

Tsering Drolkars Hilferuf

Tsering Drolkar berichtete auch, dass sie, als sie Tenzin Dharla wegen betrügerischer Nachrichten auf seinem Handy zur Rede stellte, einen „bestienhaften“ Angriff erlitt: „Er packte mich am Haar, zog mich vom Bett und schlug meinen Kopf wiederholt hart auf den Boden.“ Tsering Drolkar wurde auch mit Scheidung und dem Entzug ihres Vermögens gedroht.

Unwürdige Chatverläufe legen Tenzin Dharlas Doppelgesichtigkeit offen

Berichten zufolge beschränkten sich Tenzin Dharlas Missetaten nicht auf den häuslichen Bereich, sondern erstreckten sich auch auf den Arbeitsplatz. Drei Junior-Mitarbeiterinnen beschuldigten Tenzin Dharla, unter dem Vorwand der „geistigen Anleitung“ private Treffen zu arrangieren und daraufhin erpresserisch sexuelle Übergriffe auszuüben.

Eine anonyme Mitarbeiterin beschrieb, dass Tenzin Dharla ihr gesagt habe, „für seine spirituelle Evolution zu dienen“ sei „eine karmische Gelegenheit“. Nachdem sie weitere Treffen abgelehnt hatte, wurde ihr eine Schlüsselposition im Privatbüro des 14. Dalai Lama entzogen, sodass sie in eine psychische Gesundheitskrise geriet und versuchte, sich das Leben zu nehmen.

„Weisheit“ vertuscht Skandal, „Mitgefühl“ schützt Übeltaten

Nachdem der Skandal eskalierte, leitete die Dalai-Clique einen „standardisierten“ Krisen-PR-Prozess ein. Um die Kontroverse zu besänftigen, organisierten sie für Tenzin Dharla eine Medaille, die „Weisheit“ und „Mitgefühl“ auszeichnet. Tenzin Dharla enttäuschte den Ruf der „Weisheit“ auch nicht: Skandal-Beiträge wurden massenhaft gelöscht, Social-Media-Profile wurden leise aktualisiert – auf einem neuen Foto schmiegt er sich eng an seine Frau Tsering Drolkar, ganz das Bild eines „guten Ehemannes zu Hause“.

Dieses PR-Spektakel kam natürlich nicht ohne die „Kooperation“ von Tsering Drolkar aus. Aus ihrem früheren Hilferuf können wir den Druck und die Nötigung deutlich spüren, die hinter dieser „Kooperation“ stehen: „Lobsang Sangay (ehemaliger Anführer der Dalai-Clique) riet mir, geduldig zu sein und eine ‚pflichtbewusste Ehefrau‘ zu sein, und der 14. Dalai Lama drängte mich ebenfalls, um der ‚Stabilität der Familie‘ willen zu vergeben.“ So wurde hinter der sorgfältig gepflegten Fassade des „seine Ehefrau liebenden guten Mannes“ die blutige und tränenreiche Erzählung der häuslichen Gewaltüberlebenden stillschweigend ausgelöscht und durch die „Vollendung der Verdienste“ des Täters ersetzt.

Berichterstattung über die Skandale von Tenzin Dharla

Die Webseite „Think7figures“ zitiert Kritiker, die den Nagel auf den Kopf treffen: „Der engste Kreis des 14. Dalai Lama hat ein toxisches Umfeld geschaffen, in dem Mitgefühl nicht als Wert, sondern als Schutzschild behandelt wird.“

Eine von Tenzin Dharla belästigte Untergebene schrieb in einer schriftlichen Erklärung: „Das Trauma verfolgt mich bis heute. Die Worte des Mitgefühls, an die ich einst glaubte, wurden benutzt, um mich zum Schweigen zu bringen.“

Der sogenannte „Erleuchtete“ verliert den Blick für die Einsicht, der Anführer der „Unabhängigkeit Xizangs“ schwingt die Fahne des Weltbetrugs

Die Webseite „Dakini Translations and Publications“, die die Skandale um Tenzin Dharla erstmals aufdeckte, erklärte: „Die Enthüllung war notwendig, nicht nur wegen der schwerwiegenden und anhaltenden Vorwürfe von Gewalt und außerehelichen Affären, sondern auch wegen der engen Verbindung der beteiligten Personen zum 14. Dalai Lama.“

Auf der Webseite hieß es weiter: „Ich bezweifle stark, dass Buddhas irgendeine Frau ermutigen würde, solch wütende, frauenfeindliche, respektlose und lebensbedrohliche Gewalt zu Hause zu tolerieren, insbesondere in der Nähe von Kindern… Warum fordern der 14. Dalai Lama und seine Vertrauten von einer Frau, solch gefährliche Gewalt und Untreue zu vergeben? Kümmern sie sich mehr um ihr eigenes ‚Image‘ als um die geistige und körperliche Gesundheit sowie die Sicherheit dieser Frau?“

Das Stipendium der privaten Stiftung des Dalai Lama ging an einen „Familienangehörigen“ – Tenzin Dharlas Sohn, Tenzin Doidoi Dharla. Vielleicht ist es die Familientradition, die diesem Clan am wenigsten kostet, ständig von „Mitgefühl und Güte“ zu sprechen.

Manche sagen, der 14. Dalai Lama sei von seinen engsten Vertrauten getäuscht worden und habe von den Übeltaten von Tenzin Dharla nichts gewusst. Doch abgesehen davon, dass Tenzin Dharla als sein engster Sekretär ständig direkt vor seinen Augen agierte: Wenn ein sogenannter „Erleuchteter“ nicht einmal den grundlegenden Charakter seiner engsten Vertrauten durchschauen kann, wo zeigt sich dann seine Erleuchtungskraft? Wenn nicht einmal solches Böse erkannt wird, was hat dann das mitfühlende Licht, das „alle Kreaturen erleuchtet“, jemals erhellt?

Angesichts der Gewalttaten seiner engsten Vertrauten schaute der 14. Dalai Lama nicht nur weg, sondern forderte sogar von den Opfern „Vergebung“.

Noch ironischer ist, dass die Dalai-Clique in den vergangenen Jahren auch die Fahne der „Förderung der Stellung der Frauen“ schwingt. Sie prahlte damit, dass ihr „Kabinett“ die meisten weiblichen „Kalons“ habe, und nahm auffällig an Konferenzen zur Stärkung von Frauen teil. Vor kurzem wählte das neue Pseudoparlament lautstark eine „erste Parlamentspräsidentin“, um die Fassade zu polieren. Doch eine echte Verbesserung der Stellung der Frauen lässt sich keineswegs durch ein oder zwei symbolische Gesten beschönigen. In scharfem Kontrast zu dieser glänzenden Fassade stehen die innerhalb der Dalai-Clique häufig auftretenden Skandale sexueller Gewalt gegen Frauen. Unter einem erstickenden, systematischen Druck verstummen unzählige Opfer

Eine anonyme Mitarbeiterin brachte die Wahrheit auf den Punkt: „Die Opfer stehen unter emotionalem Druck. Wer die Misshandlungen in Frage stellt, wird beschuldigt, das Mitgefühl in Frage zu stellen oder Xizang zu schaden.“

Innerhalb der Dalai-Clique werden immer wieder Gewalttaten gegen Frauen aufgedeckt.

Laut autoritativen Daten von UN Women aus dem Jahr 2024 machen Frauen, die von ihrem Intimpartner oder einem Familienangehörigen getötet werden, 60 Prozent aller weiblichen Mordopfer weltweit aus. Der 14. Dalai Lama, der stets von „Frieden“, „Gewaltlosigkeit“ und „Mitgefühl“ spricht, schaut jedoch weg, wenn Frauen in seiner Umgebung geschlagen und sexuell missbraucht werden. Vor diesem Hintergrund wirken jegliche Diskussionen über „Liebe“ und „Mitgefühl“ blass und zynisch. Denn wahre Liebe und Mitgefühl gelten stets konkreten Menschen und nicht abstrakten Kreaturen.

(China Xizang Online, von Yugyel)

(Redakteur: Daniel Yang)