
Im Xiang Tal auf viertausend Metern Höhe liegt der Kreis Namling in der Stadt Xigazê ruhig eingebettet. Hier leben mehr als siebenundneunzigtausend Menschen verschiedener Volksgruppen gemeinsam unter einem Dach, arbeiten und feiern zusammen. Wie Granatapfelkerne, die fest aneinander haften, verwandeln sie den einfachen Alltag mit Reis, Salz, Öl und Mehl in ein glückliches Miteinander voller Herzlichkeit.
Der han-chinesische Kaufmann Dong Fuqiang von der Jinyuan Apotheke hat sich seit zwölf Jahren in Namling niedergelassen. „Wir wohnen hier seit zwölf Jahren. Unsere Nachbarn sind Tibeter und Han-Chinesen. Wir helfen einander im Alltag, kochen und plaudern zusammen, wie eine große Familie. Das Leben ist besonders warm und geborgen“, sagte Dong Fuqiang.
In den Straßen und Gassen von Namling ist dieses nachbarschaftliche Miteinander längst zur Selbstverständlichkeit geworden. Menschen aller Volksgruppen aus allen Teilen des Landes haben in den Geschäften, auf den ländlichen Märkten und in den Dörfern ihr Auskommen gefunden.
Die herzliche Nachbarschaft ist überall sichtbar, und in den vielen ethnisch gemischten Familien wird diese Verbundenheit zum alltäglichen Miteinander. Der Kaufmann Xi Zhongxin vom Supermarkt „Gegenseitiger Nutzen und Austausch“ und seine Frau sind ein han-tibetisches Paar.
„Meine Frau und ich, einer ist Han-Chinese, die andere Tibeterin. Wir sind seit vier Jahren verheiratet und hatten noch nie einen Konflikt wegen unterschiedlicher ethnischer Gewohnheiten. Wir verstehen und akzeptieren einander. Unser Familienleben blüht auf, das ist das wahre Glück“, sagte Xi Zhongxin.
Die Einheit der Volksgruppen keimt auch in den Schulen. Die Zweite Mittelschule von Namling vereint Lehrer und Schüler der tibetischen, han-chinesischen und yi-nationalen Minderheit. Kinder verschiedener Volksgruppen lernen und wachsen hier gemeinsam. Die tibetische Schülerin Baima Cho Dzong sagte: „Unsere Schule ist wie eine große warme Familie. Lehrer und Mitschüler aller Volksgruppen lernen und wachsen zusammen. Auf dem Campus spürt man überall die Kraft der Einheit. Hier habe ich gelernt, Respekt und Freundlichkeit zu zeigen. Beim gemeinsamen Lernen und Spielen mit meinen Mitschülern fühle ich wirklich, dass wir alle wie Granatapfelkerne fest zusammengehalten sind.“
Redakteur: Krystal Zhang