Reise>Aktuelles

Steinmetze in der „Heimat des Tao-Tuschsteins“: An steilen Klippen und tief in senkrechten Steinbrüchen

11-06-2026 11:28
vergrößern +

Am 3. Juni waren in der Ortschaft Lhamaklippe im Kreis Jone des Autonomen Bezirks Gannan der Tibeter in der Provinz Gansu Steinmetze damit beschäftigt, den Rohstoff für den Tao-Tuschstein an den steilen Klippen herauszuschlagen. Der als „Heimat des chinesischen Tao-Tuschsteins“ bekannte Kreis Jone liegt am östlichen Rand des Qinghai-Xizang-Plateaus. Als einer der „Vier berühmten Tuschsteine Chinas“ blickt der Tao-Tuschstein auf eine über 1300-jährige Geschichte zurück, die in der Tang-Dynastie begann und in der Song-Dynastie florierte. Aufgrund seiner blaugrünen Farbe und seiner sanften, jadeähnlichen Textur war er bei Literaten und Kalligraphen aller chinesischen Epochen äußerst beliebt. Die besondere Kostbarkeit des Tao-Tuschsteins beruht darauf, dass das sogenannte „Entengrün“-Gestein extrem schwer zu gewinnen ist und ausschließlich aus dem alten Steinbruch der Song-Dynastie an der Lhamaklippe stammt. Um dieses wertvolle Material zu gewinnen, müssen die Steinmetze senkrechte Felswände erklimmen und tief in ebensolche Steinbrüche hinabsteigen.

(Redakteur: Daniel Yang)