



Der Frühlingswind hat sich zurückgezogen, und der Frühsommer hält seinen Einzug. Auf der Xianzu-Insel in Lhasa fließt der klare, durchsichtige Lhasa-Fluss still dahin. Die Wasseroberfläche glitzert und funkelt, und Scharen von Wasservögeln tummeln sich gemeinsam auf dem Wasser, huschen dicht über das grün schimmernde Wasser, ruhen sich zeitweise auf der Wasseroberfläche aus und segeln dann wieder mit ausgebreiteten Flügeln – so verleihen sie dem ruhigen Flussufer eine lebhafte Vitalität. Am Ufer ist der dichte Schatten üppig, und hohe grüne Bäume lassen ihre Zweige herabhängen, wodurch sie am Flussufer fleckenweise kühlen Schatten werfen. Büschel von bläulich-violetten Schwertlilien wachsen ungezügelt entlang des Ufers. Ihre langen grünen Blätter sind frisch und ausgebreitet, die Blütenblätter sind elegant und lebendig. Wenn eine kühle Brise über die Blütenstände streicht, wiegen sich die Schwertlilien sanft hin und her, als wären es violette Schmetterlinge, die ihre Flügel zum Fliegen ausbreiten wollen und am klaren Wasser des Hochlandes zur Ruhe gekommen sind. Viele Bürger und Touristen kommen eigens hierher, um am Rande der Blumenwiesen zu lesen, zu spazieren und Fotos zu machen. Sie verschmelzen mit dem Blumenmeer, dem Flusswasser, dem grünen Schatten und den fliegenden Vögeln und bilden so ein Bild eines gemütlichen und heilsamen Hochlandsommers.
Der Sommer ist gerade recht, und die Blumen blühen zur rechten Zeit. Viele Touristen folgen dem Blumenduft zur Xianzu-Insel, um inmitten des Schwertlilien-Meers das langsame Leben auf dem Hochland zu spüren und die Schönheit von Lhasas Landschaft und Natur aus nächster Nähe zu erleben.
(Redakteur: Daniel Yang)