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Kraniche kehren an den Yarlung-Tsangpo-Fluss zurück

14-01-2026 16:41
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Bei zunehmender Kälte treffen am Ufer des Yarlung-Tsangpo-Flusses in der Gemeinde Êma im Kreis Namling der Stadt Xigazê immer mehr Schwarzhalskraniche nach und nach in ihrem Lebensraum ein.

Aus der Ferne betrachtet suchen diese „Hochlandelfen“ am flachen Ufer des Flusses mit gesenktem Kopf nach Nahrung, schlendern gelassen umher und putzen ihr „Gefieder“ oder breiten zeitweise ihre Flügel aus, um ihren Körper zu strecken. Zusammen mit den nahen Rinder- und Schafherden sowie den fernen, majestätischen schneebedeckten Bergen bilden sie ein harmonisches Hochlandgemälde.

Als die weltweit einzige Kranichart, die auf dem Hochland brütet und lebt, und als national geschützte Tierart der ersten Kategorie ist die pünktliche Ankunft der Schwarzhalskraniche nicht nur eine Bereicherung der lebendigen ökologischen Landschaft am Ufer des Yarlung-Tsangpo-Flusses, sondern auch ein lebendiger Beweis für die kontinuierliche Verbesserung der regionalen ökologischen Umwelt.

„Ab Ende Oktober jedes Jahres fliegen die Schwarzhalskraniche aus dem Norden hierher, um zu überwintern“, erzählte der Ranger Kaldan Rigzin dem Reporter. „In den letzten Jahren wurden die Schutzmaßnahmen verstärkt, der Lebensraum hat sich verbessert, und die Zahl der hier überwinternden Schwarzhalskraniche nimmt von Jahr zu Jahr zu.“

Diese von den Schwarzhalskranichen gewählte Heimat ist nach mehr als 20 Jahren sorgfältiger Bewachung zu einem wichtigen Überwinterungsgebiet für Schwarzhalskranichschwärme geworden, in dem jährlich über 2000 Schwarzhalskraniche sicher Herbst und Winter verbringen.

Das Schwarzhalskranich-Naturschutzgebiet von Namling wurde im Jahr 2003 gegründet und gehört zum nationalen Schwarzhalskranich-Naturschutzgebiet im Tal des Mittellaufs des Yarlung-Tsangpo-Flusses. Es hat eine Gesamtfläche von etwa 40000 Mu (etwa 2667 Hektar) und umfasst fünf Gemeinden, darunter Doqoi und Êma etc.

Seit jeher wurden im Kreis Namling durch kontinuierliche ökologische Renaturierung von Feuchtgebieten die Wasserbedingungen im Schutzgebiet stabilisiert, was Zugvögeln einen geeigneten Lebens- und Nahrungsraum bietet.