

Die Bachu-Brücke liegt in der Nähe der Gemeinde Bachu im Kreis Gongbo'gyamda in Nyingchi des Autonomen Gebiets Xizang. In den sich windenden Adern der Landstraße Sichuan-Xizang mag die Bachu-Brücke vielleicht nicht die Gefährlichkeit der Nujiang-Brücke mit ihrer „Überspannung über steile Felsen“ besitzen oder die Großartigkeit der Tongmai-Großbrücke mit ihrer „Überquerung eines tiefen Abgrunds“ erreichen, doch aufgrund jenes „Händedrucks“ im frühen Winter des Jahres 1954 ist sie zu einem geistigen Orientierungspunkt geworden, der Glauben und Hingabe in das schneebedeckte Hochland eingraviert hat.
Zurückblickend auf die frühen 1950er Jahre rückte die Straßenbaueinheit mit dem gemeinsamen Glauben „die Straße nach Lhasa zu bauen“ von Osten und Westen in das Herz des schneebedeckten Landes vor und schrieb auf dem Hochland ein großartiges Epos vom Bezwingen der Berge und Bändigen der Flüsse.
Heute hat die Bachu-Brücke längst ein neues Gesicht erhalten. Die Pfeiler der alten Brücke sind noch schemenhaft zu erkennen, daneben ist die neue Brücke breit und eben, und an den Brückenenden ragt das Denkmal „Treffpunkt der Bachu-Brücke an der Landstraße Sichuan-Xizang“ empor. Radfahrer sind ständig unterwegs, Lastwagen, die Güter transportieren, fließen unaufhörlich, und selbstfahrende Touristenfahrzeuge sind voller Freude. Fahrer, die hier vorbeikommen, verlangsamen instinktiv ihre Geschwindigkeit, Hupen ertönen durch das Flusstal – das ist eine Hommage an die Vorfahren, die die Straße bauten, und eine Erinnerung an diese historische Epoche.
Jedes Mal, wenn der Wind über die Bachu-Brücke weht, meint man, den Jubel des damaligen Zusammentreffens zu hören. Er erinnert jeden, der hier vorbeikommt: Die mit Glauben gepflasterten Straßen und die mit Leben geschmiedeten Seelen werden wie das Wasser des Bachu-Flusses Zeit und Raum überdauern und unaufhörlich weiterfließen.
(Redakteur: Yifei Sui)