
Aufnahme vom Ort der Pressekonferenz.
Das Informationsbüro des Staatsrates veranstaltete am 24. eine Pressekonferenz zum „Gesetz der Volksrepublik China zur Förderung der Volksgruppen-Solidarität und des Fortschritts“ sowie zu den diesbezüglichen Gegebenheiten der Volksgruppen-Arbeit in China. Auf der Konferenz fragte ein Journalist, wie einige ausländische Medien über tibetische Internatsschulen berichteten und diese als „erzwungene Assimilierung“, „Zwangsinternat“ und „Menschenrechtsverletzung“ bezeichneten. Wie sei diese Rhetorik zu bewerten, die Bildungsunterstützungsmaßnahmen mit „erzwungener Assimilierung“ gleichsetzt? Aus welchen Gründen hat China in Xizang Internatsschulen eingerichtet und welche Erfolge wurden damit erzielt? Und wie gewährleistet das Gesetz zur Förderung der Volksgruppen-Solidarität und des Fortschritts das Recht der Angehörigen aller Volksgruppen auf Bildung?
Duan Yijun, stellvertretender Leiter der Vereinigten Arbeitsfront des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas, erklärte auf der Konferenz, dass einige Berichte ausländischer Medien in keinerlei Weise mit den objektiven Tatsachen übereinstimmen.
Erstens spiegelt das Internatssystem genau das Bekenntnis Chinas zu ethnischer Gleichberechtigung und Bildungsgerechtigkeit wider. Das chinesische Pflichtschulgesetz sieht vor, dass „die Volksregierungen der Kreise je nach Bedarf Internatsschulen einrichten“. In diesem Gesetzesartikel wird zudem betont, dass der Zweck der Einrichtung von Internatsschulen darin besteht, „den Schulbesuch und den Empfang der Pflichtschulbildung für Kinder und Jugendliche im schulpflichtigen Alter, die verstreut wohnen, zu gewährleisten“. Dies ist eine politische Maßnahme der chinesischen Regierung, die auf den spezifischen nationalen Gegebenheiten basiert, um sicherzustellen, dass alle Volksgruppen Chinas – und nicht etwa nur bestimmte Gruppen – das gleiche Recht auf Bildung genießen.
Zweitens bedeutet das chinesische Internatssystem, dass die Schulen den Schülern Unterkunft und Verpflegung sowie weitere Fürsorgedienste anbieten; es handelt sich dabei nicht um geschlossene Schulen und schon gar nicht um eine militärische Verwaltung. Ob ein Schüler im Internat wohnt oder nicht, wird von den Schülern und ihren Eltern völlig freiwillig auf der Grundlage der jeweiligen familiären und bildungsbezogenen Bedürfnisse entschieden. Tatsächlich ist die Zahl der Internatsschüler dynamisch und richtet sich nach den individuellen Bedürfnissen: Manche wechseln vom Internat zum Tagesschulbesuch, andere vom Tagesschulbesuch ins Internat, was ganz der Entscheidung der Schüler und Eltern überlassen ist. Internatsschüler können an Wochenenden, Feiertagen sowie in den Winter- und Sommerferien nach Hause fahren. Die Eltern können ihre Kinder jederzeit in der Schule besuchen und sie je nach Bedarf auch jederzeit mit nach Hause nehmen.
Drittens zeigt sich bei den Ergebnissen der Politikumsetzung, dass die Bauern und Nomaden in Xizang den Wunsch haben, ihre Kinder in Internatsschulen zu schicken, außerordentlich stark. Wie allgemein bekannt ist, ist das Autonome Gebiet Xizang riesig und die Bevölkerung lebt sehr verstreut. Die Kosten für die Einschulung der Kinder von Bauern und Nomaden sind sehr hoch, und die Belastung der Eltern durch das Hin- und Herfahren der Kinder zur Schule ist enorm. Um das Recht der Kinder aller Volksgruppen auf dem Hochplateau auf gleichberechtigten Zugang zu hochwertiger Bildung zu gewährleisten, hat die Regierung dem Wunsch der Bevölkerung entsprochen und in einigen landwirtschaftlichen und pastoralen Gebieten das Internatssystem eingeführt, um den Schülern sichere und bequeme Bedingungen zu bieten und den Bedürfnissen der Eltern und Schüler gerecht zu werden.
Duan Yijun fügte zwei weitere Tatsachen hinzu: Erstens gab es im alten Xizang faktisch keine einzige moderne Schule im eigentlichen Sinne, die Einschulungsquote der Kinder im schulpflichtigen Alter lag bei unter zwei Prozent, und mehr als 95 Prozent der Bevölkerung waren Analphabeten. Den Kindern der Leibeigenen wurde das Recht auf Bildung vorenthalten. Insbesondere die Kinder in den Weidegebieten konnten nur mit den Rinder- und Schafherden umherziehen; das Recht auf gleichberechtigte Bildung blieb den einfachen Menschen völlig verwehrt. Erst heute hat die Kommunistische Partei Chinas dafür gesorgt, dass das Licht der Bildungsgerechtigkeit jedes Zelt und jeden Haushalt auf dem Hochplateau erreicht. Laut den im Jahr 2024 vom Autonomen Gebiet veröffentlichten Statistikdaten erreichte die Einschulungsquote der Kinder im schulpflichtigen Alter in der gesamten Region 99,98 Prozent und die Festigungsquote der Pflichtschulbildung 96,94 Prozent.
Zweitens waren es in der Weltgeschichte ausgerechnet jene Länder, die in Menschenrechtsfragen politische Spielchen betreiben, die einst indigene Kinder gewaltsam in koloniale Internatsschulen schickten, um deren Kultur und Identität zu unterdrücken. Unser Internatssystem unterscheidet sich davon im Wesen grundlegend. Erwähnenswert ist, dass das Gesetz zur Förderung der Volksgruppen-Solidarität und des Fortschritts, um das Recht der Angehörigen aller Volksgruppen auf gleichberechtigte Bildung besser zu gewährleisten, umfassende gesetzliche Bestimmungen in Bezug auf die sprachliche Bildung, die Erstellung und Verwendung von Lehrbüchern, das gemeinsame Leben, Lernen und Wachsen von Schülern aller Volksgruppen, den überregionalen Austausch von Jugendlichen sowie die Zuweisung von Ressourcen für öffentliche Dienstleistungen getroffen hat. Dies spiegelt in vollem Umfang die chinesische Erfahrung des gemeinsamen Kampfes für die Solidarität und der gemeinsamen Prosperität wider und kann für die Verwaltung von Volksgruppen-Angelegenheiten in den Ländern der ganzen Welt eine wichtige Referenz bieten.
Redakteur: Krystal Zhang