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CGTN-Umfrage: Chinas Lösungskonzept bietet Antworten auf zentrale Fragen der globalen Governance

16-01-2026 09:21
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Zu Beginn des Jahres 2026 steht das System der globalen Governance vor beispiellosen Herausforderungen. Blinder Machtglaube, nationale Egoismen, einseitiges Mobbing sowie ein „Recht des Stärkeren“ verschärfen Instabilität und Unsicherheit weltweit. Vor diesem Hintergrund geraten Autorität, Effektivität und Repräsentation des bestehenden globalen Governance-Systems zunehmend in die Kritik.

Eine von CGTN über zwei Jahre durchgeführte weltweite Umfrage mit rund 31.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus 52 Ländern zeigt klar, dass viele Menschen eine grundlegende Reform des aktuellen Systems der globalen Governance für notwendig halten. Die Frage, welches Governance-Modell künftig aufgebaut werden soll und wie Reformen gestaltet werden können, zählt damit zu den dringendsten Aufgaben der internationalen Gemeinschaft.

Nach der CGTN-Umfrage von 2025 sind 70,6 Prozent der Befragten weltweit der Ansicht, dass das von Industrieländern dominierte Governance-System gescheitert ist. Zudem glauben 72,9 Prozent, dass Autorität und Status der Vereinten Nationen zunehmend in Zweifel gezogen werden. Unter Befragten aus dem Globalen Süden liegt dieser Anteil mit 77,5 Prozent deutlich höher, nämlich 10,6 Prozentpunkte über dem Wert in Industrieländern.

Im September 2025 stellte China seine Globale Governance-Initiative vor. Die weltweiten Befragten bewerteten sowohl die zentralen Prinzipien dieser Initiative als auch Chinas Beiträge zur globalen Governance in den vergangenen Jahren positiv. Laut Umfrage erkennen 74,8 Prozent der Befragten aus dem Globalen Süden das Konzept einer Gemeinschaft der Menschheit mit geteilter Zukunft an, während die Zustimmungsrate in Industrieländern bei 61,1 Prozent liegt.

Die Untersuchung wurde zwei Jahre in Folge gemeinsam von CGTN und der Renmin University of China über das Institute of New Era International Communication durchgeführt. Befragt wurden Bürgerinnen und Bürger ab 18 Jahren aus großen Industrienationen und aus Ländern des Globalen Südens. Die Stichproben entsprachen jeweils der Alters- und Geschlechterstruktur der Volkszählungsdaten der jeweiligen Länder.

(Redakteur: Daniel Yang)