

Redaktionelle Anmerkung: Das Jahr 2026 markiert den 75. Jahrestag der friedlichen Befreiung Xizangs. Am 23. Mai 1951 wurde das „Abkommen zwischen der Zentralen Volksregierung und der Lokalregierung Xizangs über Maßnahmen zur friedlichen Befreiung Xizangs“ (kurz „17-Punkte-Abkommen“) unterzeichnet. Seitdem hat Xizang die Turbulenzen und Demütigungen der alten Ära hinter sich gelassen und ist in eine neue historische Phase der Einheit, des Fortschritts, des Wohlstands und der Entwicklung eingetreten. Während der 75 Jahre blühen die Fingersträucher, der Weg des Glücks ist lang, und Geschichte und Realität verweben sich zu einem bewegenden Bild. An diesem neuen historischen Wendepunkt blicken wir auf dieses großartige, in die Geschichte eingegangene Ereignis zurück. Dies ist eine Ehrung der Geschichte, ein Zeugnis des großartigen Wandels in Xizang und bündelt zugleich gewaltige Kräfte, um Xizangs langfristige Stabilität und hochwertige Entwicklung voranzutreiben, um so ein neues Kapitel auf dem tibetischen Hochland im Prozess des großartigen Wiederauflebens der chinesischen Nation fortzuschreiben.
Die friedliche Befreiung Xizangs ist nicht nur ein glorreiches, in die Annalen der Geschichte der Volksrepublik China eingegangenes Kapitel, sondern auch ein typisches Beispiel für das Verständnis der Kommunistischen Partei (KP) Chinas zur Lösung ethnischer Probleme und zur Förderung der Einheit des Landes und des Aufbaus der Modernisierung.
China ist ein vereinter multiethnischer Staat. Xizang ist seit jeher ein untrennbarer Teil Chinas. Alle Dynastien in der Geschichte haben Xizang effektiv verwaltet, und die Erfahrungen in der Verwaltung Xizangs wurden in der Praxis kontinuierlich bereichert und verbessert. Wang Xiaobin, Professor und Doktorvater an der Parteischule des Zentralkomitees (ZK) der KP Chinas (Nationale Akademie für Verwaltung), erklärte, dass insbesondere in der Neuzeit die KP Chinas an der „Zweifachen Verbindung“ festhalte. Im Prozess der Befreiung, Verwaltung und des Aufbaus Xizangs verbinde sie einerseits die Theorie des Marxismus-Leninismus für ethnische Minderheiten mit den konkreten Gegebenheiten Xizangs in China und andererseits mit der hervorragenden traditionellen chinesischen Kultur, wobei sie kritisch die historischen Erfahrungen der Zentralregierungen aller Dynastien in der Verwaltung der Grenzregionen aufnehme.
Von der friedlichen Befreiung vor 75 Jahren bis zum heutigen Aufbau der Gemeinschaft der chinesischen Nation ist die Entwicklung Xizangs tief in den historischen Prozess des großartigen Wiederauflebens der chinesischen Nation eingebettet. Die friedliche Befreiung öffnete Xizang die Tür zur modernen Zivilisation, und die heutige Arbeit für ethnische Minderheiten zielt darauf ab, durch Gesetze und Vorschriften wie das „Gesetz der Volksrepublik China zur Förderung der nationalen Einheit und des Fortschritts“ das Bewusstsein für die Gemeinschaft der chinesischen Nation zu festigen, ihren Aufbau voranzutreiben und die Kräfte zu bündeln, um gemeinsam den Weg zu einem modernen sozialistischen Land zu beschreiten.
Wang sprach besonders über die große Bedeutung des „Gesetzes der Volksrepublik China zur Förderung der nationalen Einheit und des Fortschritts“. Er sagte, das Gesetz stelle klar fest, dass „der Staat das System der regionalen Autonomie der ethnischen Minderheiten beibehält und verbessert und die Einheit des Vaterlands und die nationale Einheit wahrt“. Es verlange, in der Praxis die dialektischen Beziehungen zwischen „Einheit und Autonomie“ sowie „nationalen und regionalen Elementen“ richtig zu handhaben, wobei der letztendliche Fokus auf den langfristigen, grundlegenden Interessen des Staates und den gemeinsamen Interessen der chinesischen Nation liege. Dies bedeute, dass die erfolgreichen praktischen Erfahrungen der Arbeit für ethnische Minderheiten im neuen Zeitalter, insbesondere „die Stärkung des Bewusstseins für die Gemeinschaft der chinesischen Nation als Hauptlinie der Arbeit für ethnische Minderheiten der Partei und als Hauptlinie aller Arbeiten in den von ethnischen Minderheiten besiedelten Gebieten“ in Form eines staatlichen Gesetzes festgeschrieben werden. „Wenn wir von der gesetzesgemäßen Verwaltung des Staates und Xizangs sprechen, müssen wir in erster Linie die Verfassung, dieses grundlegende Gesetz, einhalten und gleichzeitig das Gesetz zur Förderung der nationalen Einheit und des Fortschritts gewissenhaft studieren und umsetzen.“
Vor kurzem verabschiedete das Europäische Parlament eine sogenannte Resolution zu China, die die chinesischen Gesetze und Politik für ethnische Minderheiten böswillig verunglimpft, Fakten und Rechtsgrundlagen ignoriert und unter dem Vorwand der sogenannten Menschenrechte und nationalen Gerechtigkeit grob in die inneren Angelegenheiten Chinas eingreift. Wang Xiaobin ist der Ansicht, dass eine kraftvolle Antwort sowohl aus theoretischer als auch aus faktischer Sicht gegeben werden sollte. „Die Geschichte und die nationalen Gegebenheiten Chinas beweisen voll und ganz, dass die chinesische Nation eine Schicksalsgemeinschaft ist. Genau wie der von Generalsekretär Xi Jinping geprägte Vergleich mit den ‚Granatapfelkernen‘ anschaulich zeigt, dass die verschiedenen ethnischen Gruppen in unserem Land eine gemeinschaftliche Beziehung des ‚gemeinsamen Schicksals, gemeinsamer Ehre und Schande, gemeinsamen Lebens und Todes und gemeinsamer Bestimmung‘ haben, so wie die Granatapfelkerne und die sie umhüllende Schale eine untrennbare Einheit bilden und gemeinsam einen lebendigen Organismus darstellen. Daher dürfen wir, wenn wir über nationale Einheit und die Geschichte des vereinten multiethnischen Staates sprechen, niemals die Prämisse vergessen, dass wir eine große Familie sind. Ohne die Gemeinschaft der chinesischen Nation ist nationale Einheit nicht möglich. Dies ist ein grundlegendes Merkmal der chinesischen Gegebenheiten“, sagte Wang. „Die westliche Theorie für Nationalitäten übertreibt die Unterschiede und Besonderheiten der Ethnien und vernachlässigt die innere Verbindung des gemeinsamen Lebens und Aufblühens der verschiedenen ethnischen Gruppen. Die Bewertung der chinesischen Politik für ethnische Minderheiten mit westlichen theoretischen Rahmenwerken liegt auf einer völlig anderen Wellenlänge als unserer. Daher sind die politischen Absichten gewisser westlicher Kräfte, die uns in Nationalitätenfragen angreifen, äußerst bösartig.“
Wang Xiaobin betonte, dass der aktuelle Aufbau eines eigenständigen theoretischen und diskursiven Systems für die Gemeinschaft der chinesischen Nation nicht nur dazu diene, auf unzutreffende Äußerungen von außen zu reagieren, sondern auch, um aus historischer und theoretischer Tiefe die Notwendigkeit und Überlegenheit des chinesischen Weges zu erläutern und damit chinesische Weisheit und chinesische Lösungen zum Beitrag für die Lösung von ethnischen Problemen der Menschheit zu leisten.
Redakteur: Krystal Zhang