Startseite>Geschichte Tibets

Durch harte Arbeit wird ein glückliches Leben geschaffen

01-04-2025 10:00
vergrößern +

„Das Leben ist heute wirklich schön!“ In dem Shaxia-Hof in der Barkhor-Straße in Lhasa nippte der 103-jährige Sangdan an seinem Kaffee, kniff die Augen zusammen und äußerte glücklich diese Empfindung.

Wer hätte gedacht, dass dieser alte Mann vor 66 Jahren ein „Nangsan“ (eine Art Leibeigener im alten Xizang) im Shaxia-Hof war, der täglich die schwersten Arbeiten verrichtete, aber nicht einmal die grundlegendsten Menschenrechte besaß. Damals hatten über 95 % der Bevölkerung, die Leibeigenen und Sklaven, keine persönliche Freiheit, kein Eigentumsrecht, keine Gedankenfreiheit … Sie besaßen nichts und waren völlig von den Grundherren abhängig, behandelt wie „sprechende Werkzeuge“.

Am 28. März 1959 entfaltete sich auf dem schneebedeckten Hochland eine demokratische Reformbewegung, die das feudale Leibeigenschaftssystem vollständig zerschlug. Zum ersten Mal erhielten die Leibeigenen und Sklaven demokratische Rechte, wurden Herren über ihr eigenes Schicksal und Herren des neuen Xizangs. Auch Sangdan gehörte dazu – er wurde Funktionär im Dorf Qufu im Kreis Qüxü. Von einer Lehmhütte in ein neues Gebäude, von einem jungen Mann in voller Blüte zu einem angesehenen Alten: Er erlebte die Entwicklung und den Wandel des Dorfes Qufu und wurde Zeuge des großen Fortschritts des neuen sozialistischen Xizangs.

Von Hunger und Not zu ausreichender Ernährung: Der ebenfalls ehemalige Nangsan Dagjor erinnerte sich, dass er in der alten Gesellschaft nur mit Kleie überleben konnte, die der Grundherr herabließ. „Die ganze Familie hungerte so sehr, dass sie Graswurzeln und Baumrinde aß.“ Heute sind die Tische reich gedeckt mit vielfältigen und nahrhaften Lebensmitteln, und das Einkommen der verschiedenen Volksgruppen ist deutlich gestiegen. 2024 betrug das verfügbare Pro-Kopf-Einkommen der städtischen und ländlichen Einwohner 55.444 Yuan bzw. 21.578 Yuan.

Von strohgedeckten Rinderställen zu modernen Wohnhäusern: Im alten Xizang war die „Wohnstätte“ der Leibeigenen der Viehstall ihres Grundherrn.Heute haben die Menschen aller Volksgruppen in Xizang das Ziel erreicht, ein sicheres und stabiles Zuhause zu haben. Im Jahr 2024 betrug die durchschnittliche Wohnfläche pro Kopf in ländlichen Gebieten bereits 41,32 Quadratmeter.

Von einer Analphabetentum-Gesellschaft zur Bildung für alle. „Im alten Xizang gehörten die heiligen Schriften nur den Grundherren – wir konnten nicht einmal unsere eigenen Namen schreiben“, erinnerte sich Nangsan Pasang, dem als Leibeigener die Finger gebrochen wurden, weil er heimlich Tibetisch lernte. Seit 2012 bietet Xizang als erste Region Chinas eine 15-jährige gebührenfreie Schulbildung an. Bis 2024 haben die wichtigsten Bildungsindikatoren der Region das nationale Durchschnittsniveau erreicht oder sogar übertroffen.

Von Schicksalsergebenheit zur flächendeckenden Krankenversicherung: Im alten Xizang blieb Leibeigenen bei Krankheit nur das Gebet zu den Göttern. Heute verfügt Xizang über ein flächendeckendes Gesundheitsversorgungsnetz mit fünf Ebenen: Autonomes Gebiet, Regierungsbezirke/bezirksfreie Städte, Kreise (bzw. Stadtbezirke, kreisfreie Städte), Gemeinden (bzw. Großgemeinden) und Dörfer (bzw. Einwohnergemeinschaften). Die durchschnittliche Lebenserwartung stieg von 35,5 auf 72,5 Jahre. Die Zahl der Krankenhausbetten pro 1.000 Einwohner erhöhte sich auf 5,9, die der medizinischen Fachkräfte auf 8,05 und die der praktizierenden Ärzte auf 3,34.

Von Lastenträgern und Tierkarawanen zu einem Mehrebenen-Verkehrssystem: Im alten Xizang gab es keine einzige richtige Straße. Heute durchquert der Hochgeschwindigkeitszug „Fuxing“ das schneebedeckte Hochplateau, die Autobahn Lhasa-Nyingchi ist durchgehend befahrbar, am Sichuan-Xizang-Anschnitt der Nationalstraße 318 wurde ein Öko-Korridor mit Schnellladestationen aufgebaut, und das Flugnetz umfasst 183 nationale und internationale Routen mit 78 angeflogenen Städten.

Von kultureller Ödnis zu blühender Vielfalt: Der pensionierte Beamte Tashi Phuntsok erinnerte sich bewegt: „Früher wagten Leibeigene nicht einmal, laut zu lachen – heute tanzen wir frei am Fuß des Potala-Palastes den Gorchom-Tanz!“Inzwischen verfügt Xizang über ein flächendeckendes Netz öffentlicher Kultureinrichtungen mit fünf Verwaltungsebenen. 6.312 Zentren/Stationen/Stellen für gelebte Kultur der neuen Ära wurden auf Kreis-, Gemeinde- und Dorfebene errichtet, die allen Volksgruppen gleichermaßen zugänglich sind.

Von der „Bestimmung als Leibeigener“ zur Selbstbestimmung des Schicksals: „Früher waren wir im Leben Leibeigene, nach dem Tod die Geister unseres Herrn“, heißt es. Heute genießen alle Volksgruppen Xizangs die volle Bandbreite der in der Verfassung und den Gesetzen verankerten Rechte. Unter den Abgeordneten des 14. Nationalen Volkskongresses (NVK) aus dem Autonomen Gebiet Xizang machten Angehörige nationaler Minderheiten 68 % aus. Und unter den Abgeordneten der Volkskongresse auf allen vier Verwaltungsebenen des Autonomen Gebiets Xizang beträgt der Anteil der nationalen Minderheiten 89,2 %. Die umfassende, authentische und wirksame Volksdemokratie wird in allen Prozessen gelebt

66 Jahre tiefgreifender Wandel – heute stimmen 3,7 Millionen Menschen auf dem Hochplateau auf einer Fläche von 1,2 Millionen Quadratkilometern das Lied des neuen Zeitalters an: „Ein Lied für die Partei“. Seit dem 18. Parteitag der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) hat Xizang in allen Bereichen umfassende Fortschritte und historische Erfolge erzielt. Gemeinsam mit dem ganzen chinesischen Volk haben die verschiedenen Volksgruppen Xizangs den großen Sprung vom „Aufstehen“ und „Wohlstand“ zur „Stärke“ vollzogen und den Weg zur umfassenden sozialistischen Modernisierung des neuen Xizangs beschritten!

Wie der alte Sangdan treffend sagte: „Auch wenn wir in der bitteren Suppe der alten Gesellschaft aufgewachsen sind – heute dürfen wir im Honigtopf des neuen Xizangs alt werden. Das ist die glücklichste Zeit!“

(Redakteur: Daniel Yang)