Der 32-jährige Tashi Dongzhi stammt aus Luqu im Autonomen Bezirk Gannan. Nach seinem Abschluss an der Medizinischen Universität Qinghai zog er in den Kreis Maqu, wo er eine Familie gründete und seit acht Jahren in der zentralen Gesundheitsstation Awancang arbeitet.
Diese Gesundheitsstation wurde 1962 gegründet und erhielt 2022 durch die Unterstützung aus Tianjin ein neues ambulantes Gebäude. Es verfügt über Abteilungen wie u.a. Ambulanz, Apotheke, öffentliche Gesundheit, traditionelle chinesische (tibetische) Medizin, Kinderimmunisierung, Mutter-Kind-Gesundheit und Labor. Jährlich werden etwa 3.600 Patienten behandelt.
„Die Patienten, die in die Klinik kommen, stammen aus verschiedenen Regionen. Es gibt Menschen aus Sichuan und Qinghai, die in den Hochlandregionen Kräuter sammeln, sowie Arbeiter, die an Bauprojekten beteiligt sind“, erzählte Tashi Dongzhi. Die meisten Patienten aus der Umgebung sind Nomaden, daher behandelt die Klinik häufig Verletzungen durch Yak-Angriffe oder Hundebisse. Durch seine langjährige klinische Erfahrung ist Tashi Dongzhi in der Behandlung solcher Verletzungen sehr geübt.
Besonders in Erinnerung geblieben ist ihm ein Notfall im letzten Sommer, bei dem eine Frau von einem Yak am Arm verletzt wurde. Die Wunde erstreckte sich vom Handgelenk bis zum Ellbogen. Tashi Dongzhi führte die Naht durch, die etwa eineinhalb Stunden dauerte und etwa 50 Stiche erforderte. Ein anderer Fall mit einer unregelmäßigen Wunde stellte höhere Anforderungen an die chirurgischen Fähigkeiten der Klinik. Ein anderes Mal war die Wunde eines Patienten unregelmäßig geformt und schwer zu nähen. „Das stellte höhere Anforderungen an unsere chirurgischen Fähigkeiten in der Gesundheitsstation“, sagte Tashi Dongzhi.
Laut Tashi Dongzhi umfasst ihre Arbeit die Behandlung von Krankheiten, Nähte und die Verschreibung von Medikamenten. „Die Patienten bevorzugen oft tibetische Medizin. Häufige Krankheiten in der Region sind Bluthochdruck, Diabetes, Gallenblasenentzündung, Magenprobleme und rheumatoide Arthritis usw. Die Klinik bezieht tibetische Medikamente aus dem Krankenhaus des Kreises.“
Was seine berufliche Zukunft betrifft, hofft Tashi Dongzhi, weiterhin auf lokaler Ebene tätig zu sein und der Bevölkerung medizinische Dienstleistungen anzubieten. „Die Bevölkerung ist unsere nächste Familie. Als Ärzte der Grundverwaltungsebene sollten wir unser Bestes tun, um den Menschen zu helfen und die Patienten zu versorgen."
(Redakteur: Daniel Yang)