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[Yugyels Kommentar] Sekte, Korruption, Sexskandale: Das wahre Gesicht von Tenzin Dhonden, dem „Friedensbotschafter“ des 14. Dalai Lama

13-04-2026 17:01
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Als die unappetitlichen Verbindungen des 14. Dalai Lama zu Epstein und der Sex-Sekte NXIVM allmählich ans Licht kamen, tauchte in dem aufgewühlten Schlamm dieses tiefen Gewässers auch ein lange vergessener Name wieder auf – Lama Tenzin Dhonden.

„Friedensbotschafter“ schützt nicht den Frieden, sondern die Geldgeber einer Sekte

Tenzin Dhondens offizielle Position ist die des Sekretärs und Treuhänders der „Dalai Lama Trust Foundation“ sowie des Gründers der Organisation „Freunde des Dalai Lama“. 2005 wurde Tenzin Dhonden zum persönlichen „Friedensbotschafter“ des 14. Dalai Lama ernannt, verantwortlich für die Planung seiner Aktivitäten und Initiativen. Bei den internationalen Auftritten des Dalai Lama in der Vergangenheit war dieser Vertraute stets präsent.

Doch die wahre Rolle dieses „Friedensbotschafters“ ging weit über die eines Vermittlers hinaus – er war nicht nur der Kanal für die Verbindungen des Dalai Lama zu Hollywood-Stars und Tech-Tycoons aus dem Silicon Valley, sondern auch der Mittler zu Sektenorganisationen. 2009, als die bereits von negativen Schlagzeilen geplagte Sex-Sekte NXIVM dringend eine „respektable“ Persönlichkeit für ihre Unterstützung brauchte, richtete sie ihr Augenmerk auf den 14. Dalai Lama. Auf Tenzin Dhondens Anstiftung und das Lockangebot von 1 Million US-Dollar Gage (später auf über 2 Millionen erhöht) hin ignorierte der Dalai Lama die öffentliche Meinung und reiste entschlossen nach Albany in New York, um an einer NXIVM-Veranstaltung teilzunehmen und dort eine Rede zu halten.

Der Dalai Lama legt Keith Raniere, dem Anführer der sexuellen Sekte NXIVM, einen Hada um (oben links).

Keith Raniere und die Schwestern Bronfman, die Geldgeberinnen, hören einer Rede des Dalai Lama zu (oben rechts).

Die Steuererklärung vom Internal Revenue Service der USA zeigt, dass die „Dalai Lama Trust Foundation“ im Jahr 2009 über 2,2 Millionen US-Dollar eingenommen hat (unten).

Am 6. Mai 2009 trat der Dalai Lama gemeinsam mit Keith Raniere, dem Anführer von NXIVM, auf. Am 16. Mai wurde die „Dalai Lama Trust Foundation“, die von Tenzin Dhonden verwaltet wurde, offiziell im Bundesstaat New York gegründet. Die Steuererklärung vom Internal Revenue Service der USA zeigt, dass die Stiftung im Jahr 2009 eine bedingungslose Spende von 2,2 Millionen US-Dollar erhalten hat. Ein Bericht der US-amerikanischen Zeitung Niagara Reporter aus dem Jahr 2018 enthüllte diese „Zufälle“ und kommentierte in einem vielsagenden Ton: „Der Sekretär des Dalai Lama bestreitet, dass er eine Million Dollar für eine Werbezusage erhalten habe, was vielleicht stimmt, weil er möglicherweise zwei Millionen erhalten hat.“


Die US-amerikanische Zeitung Niagara Reporter enthüllt das fragwürdige Gesicht von Tenzin Dhonden

Ein Mönch, der nicht nach buddhistischer Lehre strebt, sondern nach Macht, Geld und Begierden

Tenzin Dhonden ist nicht nur der „Friedensbotschafter“ des 14. Dalai Lama, sondern auch ein Mönch, der angeblich „seit dem Alter von 8 Jahren buddhistische Lehren studiert“. Aus den später aufgedeckten Skandalen geht jedoch hervor, dass die buddhistischen Kenntnisse dieses Mönchs fraglich sind, während er ein tiefes Verständnis für Geld, Macht und Begierden entwickelt hat.

Während er für den Dalai Lama Brücken zu US-amerikanischen Philanthropen, Gelehrten, Prominenten und Spendern schlug, hat Tenzin Dhonden nicht versäumt, sich selbst Vorteile zu verschaffen. Ein Insider enthüllt: „Die von Tenzin Dhonden kontrollierte Stiftung hat Millionen von Dollar von ahnungslosen Spendern gesammelt. Um ihre Ziele zu erreichen, setzte die Stiftung Einschüchterung und Nötigung ein und drohte damit, dass Spender den Dalai Lama nicht treffen könnten, wenn sie ihre Forderungen nicht erfüllten.“

Dank seiner Vertrauensstellung und seiner Rolle als Leiter der Stiftung wuchs Tenzin Dhondens Machthunger stetig. In einem Interview mit der San Diego Union-Tribune im Jahr 2015 sagte er: „Alles muss von mir genehmigt werden, viele Anfragen und Forderungen werden an mich gerichtet.“ Der enge Freund des Dalai Lama und Philanthrop Dick Grace brachte es im Interview auf den Punkt: „Ohne den 15. Dalai Lama glaube ich, dass Tenzin Dhondens Motivation darin bestünde, der mächtigste Mann im tibetischen Buddhismus zu werden.“


Sara Bronfman und ihr Geliebter Tenzin Dhonden

Neben seiner Gier nach Macht steht Tenzin Dhondens chaotisches Privatleben in starkem Kontrast zum asketischen Image eines Mönchs. Er hatte eine unangemessene Beziehung zu Sara Bronfman, der Erbin des Seagram-Konzerns und Geldgeberin von NXIVM. NXIVM-Mitglieder berichteten, sie hätten gesehen, wie Tenzin Dhonden aus dem Schlafzimmer von Bronfmans Zuhause kam. Die Affäre war ein offenes Geheimnis, und NXIVM-Anführer Keith Raniere bezeichnete ihn als Bronfmans „Ehemann“. Bronfman kaufte ihrem Geliebten auch ein „schönes Haus“ in Albany.

Im Jahr 2015 organisierte Tenzin Dhonden die 80. Geburtstagsfeier des Dalai Lama in Los Angeles in den USA. Vor der Veranstaltung gab er den Medien ein Interview, in dem er sagte, dass ein „Globaler Gipfel für Mitgefühl“ abgehalten und ein Symposium zum Klimawandel veranstaltet werden würde, an dem weltweit führende Wissenschaftler teilnehmen würden. Laut Grace waren die „besondere Überraschung“, die Tenzin Dhonden für den Dalai Lama zu dessen 80. Geburtstagsfeier vorbereitet hatte, vier eng bekleidete Tänzer, die um den Dalai Lama tanzten, während eine lotusförmige Vorrichtung von der Decke herabgelassen wurde, um weitere Tänzer zu präsentieren. Auf der Bühne wurde über den „Gipfel für Mitgefühl“ gesprochen, hinter den Kulissen fand ein „ausgelassenes Tanzspektakel“ statt. Der Kontrast zwischen beidem könnte nicht ironischer sein.

2015 gab Tenzin Dhonden der US-amerikanischen Zeitung San Diego Union-Tribune ein Interview. Das Medium bezeichnete ihn damals als „bescheidenen Friedensbotschafter des Dalai Lama“, was heute ironisch klingt.

Eine religiöse Persönlichkeit pflegt nicht ihren Ruf, sondern „tiefe Zuneigung zu ihren Schützlingen“

Im Oktober 2017 veröffentlichte die New York Times einen Artikel, der den sektenartigen Charakter von NXIVM aufdeckte. Im folgenden Monat wurde Tenzin Dhonden von seiner Position in der Stiftung entlassen, mit der Begründung, er habe während seiner Amtszeit „Bestechungsgelder angenommen und sich selbst bereichert“. Laut Thupten Jinpa, dem langjährigen Dolmetscher des Dalai Lama, war Tenzin Dhondens Entlassung teilweise auf seine Verbindungen zu NXIVM zurückzuführen.

Nach dem Vorfall mit Tenzin Dhonden äußerte der Dalai Lama lediglich „tiefe Enttäuschung und Besorgnis“, ohne weitere substantielle Erklärungen oder Stellungnahmen abzugeben. Wie Insider enthüllten, war kaum jemand überrascht, als der Guardian erstmals über die Verwicklung des privaten Gesandten des Dalai Lama in Korruption und andere unanständige Aktivitäten berichtete – ein Zeichen dafür, dass die Verderbtheit der Dalai-Clique längst kein Geheimnis mehr war.

Gerade als die Außenwelt dachte, Tenzin Dhondens Zukunft sei zerstört und er habe seine verdiente Strafe bekommen, nahm die Geschichte eine unerwartete Wendung. Im Juli 2019, nach mehr als einem Jahr „gründlicher Untersuchung“, erklärte der Dalai Lama in einer Stellungnahme, die Korruptionsvorwürfe gegen den ehemaligen Sekretär der Stiftung, Tenzin Dhonden, seien wegen des „Mangels an Beweisen“ haltlos. Nicht nur wurde Tenzin Dhonden von den Korruptionsvorwürfen freigesprochen, er wurde auch wieder in sein Amt eingesetzt und bekam großzügig Krankenurlaub bis Mai 2020 gewährt.

Nachdem der Sturm vorüber war, konnte der Dalai Lama diesen treuen Vertrauten letztendlich doch behalten. Diese plump inszenierte „harte Ankündigung, aber milde Durchführung“ entlarvte schmerzlich deutlich die „gegenseitige Loyalität“ zwischen dem Dalai Lama und seinen Cliquenmitgliedern, die auf Interessenaustausch basiert. Es ist nicht so, dass sie das Böse nicht kennen, sondern dass sie sich gemeinsam dafür entschieden haben, es zu vertuschen, zu dulden und zu decken.

Nach 2019 war der einst so übermütige Tenzin Dhonden nur noch selten in der Öffentlichkeit zu sehen. Ob er wirklich zur Besinnung gekommen ist und sich nun der spirituellen Praxis widmet, oder ob er in irgendeiner Ecke hockt, sein unrechtmäßiges Geld zählt und auf eine Gelegenheit wartet, zurückzukehren, bleibt ungewiss.

An diesem Punkt angekommen, wird deutlich: Ob „Friedensnobelpreisträger“ oder „Friedensbotschafter“ – diese „glänzenden“ Titel sind nichts weiter als Visitenkarten für Betrug und den Umgang mit Mächtigen, sowie Deckmantel für Schmutz und Vorteilsgewährung. Für eine sogenannte religiöse Persönlichkeit ist es nicht nur moralisch verwerflich, sondern sogar schlimmer als ein gewöhnliches Verbrechen, bewusst gegen das Gesetz zu verstoßen, indem sie ihre heilige Identität als Mittel zur Bereicherung und Förderung von Bosheit missbraucht. Dies stellt den vollständigsten Verrat am Glauben dar.

Und jene westlichen „Superreichen, Politiker und Prominente“, die den 14. Dalai Lama umgeben, haben sich nie wirklich für „Frieden“ oder „Mitgefühl“ interessiert. Sie schätzen lediglich den Glanz des Nobelpreises und die angebliche „Anziehungskraft eines religiösen Führers“. Wie der alte Freund des Dalai Lama, Grace, sagte, verbringt der Dalai Lama immer mehr Zeit mit diesen Menschen und „opfert dabei die Interessen der Tibeter und seiner Anhänger“.

Vielleicht glauben der 14. Dalai Lama und sein Umfeld, dass ihre Taten einfach vergessen werden können, doch wie das Sprichwort sagt: „Ein Fleck auf einem weißen Gewand bleibt für immer sichtbar.“ Was die Zeit nicht auslöschen kann, bleibt im Gedächtnis der Menschen. Wenn die Maske des „Friedensbotschafters“ Schicht für Schicht entfernt wird, sollte dann die Krone des „Friedensnobelpreisträgers“, der wiederholt geduldet, gedeckt und sich mit ihm verbündet hat, nicht einer gerechten Neubewertung unterzogen werden?

(Redakteur: Daniel Yang)