



Vom 10. bis 11. Januar fand an der Tsinghua-Universität das „Sondersymposium zur chinesischen und tibetischen buddhistischen Forschung 2026 – Seminar über Figuren, Lehren und Geschichte der Nyingma-Schule im Blickfeld der chinesischen und tibetischen buddhistischen Forschung“ statt. 50 Experten, Gelehrte und religiöse Persönlichkeiten aus chinesischen Hochschulen und Forschungsinstituten diskutierten über die historischen Ursprünge und die gegenwärtige Entwicklung der Nyingma-Schule, um durch eine systematische Auseinandersetzung mit der Geschichte, den Persönlichkeiten und Lehren der Schule die chinesischen und tibetischen buddhistischen Studien zu vertiefen und so das Gemeinschaftsbewusstsein der chinesischen Nation zu stärken.
„Die Entwicklung der buddhistischen Forschung betrifft nicht nur akademische Erkundungen, sondern steht auch eng mit der Stärkung des Gemeinschaftsbewusstseins der chinesischen Nation sowie mit dem Vorantreiben der Sinisierung des Buddhismus in Zusammenhang“, sagte Professor Shen Weirong, Direktor des Zentrums für chinesische und tibetische buddhistische Forschung an der Tsinghua-Universität, in seiner Eröffnungsrede am 10. Januar. In den vergangenen Jahren habe die entsprechende Forschungsarbeit sich stets um diese beiden zentralen Themen gedreht und habe wichtige akademische Grundlagen für eine tiefere Auseinandersetzung mit der Sinisierung des Buddhismus geboten. Dass diesmal viele hochgebildete Mönche und Gelehrte gemeinsam Themen des chinesischen und tibetischen Buddhismus diskutieren, sei an sich schon eine lebendige Praxis der Sinisierung des Buddhismus.
Abt Cicheng Nordron, Vizedirektor des Buddhistischen Institutes Wuming im Kreis Sêrtar der Provinz Sichuan, erklärte: „Wir befinden uns gegenwärtig in einem neuen Zeitalter, in dem die hervorragende chinesische traditionelle Kultur kreativ umgestaltet und innovativ weiterentwickelt wird.“ Er hoffte, dass die wertvollen Einsichten der anwesenden Gäste neue Impulse für die Forschung zur Nyingma-Schule geben würden, und freute sich, dass dieses Symposium eine Plattform für den Austausch von Ideen zwischen der religiösen und der akademischen Welt geschaffen hat.
Ein besonderes Highlight dieses Treffens war die intensive Zusammenkunft und der Austausch zwischen der religiösen und der akademischen Welt, mit breiter Beteiligung hochgebildeter Mönche aus den großen Klöstern und buddhistischen Instituten der Nyingma-Schule. Professor Wang Hui, Direktor des hochrangigen Forschungsinstituts für Geisteswissenschaften und Sozialwissenschaften der Tsinghua-Universität und führender Experte des Forschungszentrums zur Stärkung des Gemeinschaftsbewusstseins der chinesischen Nation, sagte dazu, dass im heutigen Zeitalter die profane Welt und die religiöse Welt sich gegenseitig durchdringen, die Entwicklung der Naturwissenschaften eine tiefgreifende Auswirkung auf die Geisteswissenschaften ausübe und die kulturellen und religiösen Verbindungen immer enger werden. Sowohl die modernen Geisteswissenschaften als auch die Religion stehen vor der bedeutenden Herausforderung, ihre eigene Existenz und Positionierung in der heutigen Gesellschaft zu verstehen. Er war der Ansicht, dass die chinesische und tibetische buddhistische Forschung von großer Bedeutung für das Verständnis der modernen Welt und für die Förderung der Entwicklung der modernen Geisteswissenschaften in China ist, wobei der Dialog zwischen Religion und Akademie wertvolle Praxis bietet.
Die Durchführung dieses Treffens bot eine zentrale akademische Gelegenheit für den Austausch bei der Erforschung der Nyingma-Schule und förderte die tiefere Verschmelzung der kulturellen und akademischen Ideen des chinesischen und tibetischen Buddhismus. Sie hat eine wichtige praktische Bedeutung für die Vertiefung der Forschung über den chinesischen und tibetischen Buddhismus, die Weitergabe und Entwicklung der hervorragenden traditionellen chinesischen Kultur sowie die Stärkung des Gemeinschaftsbewusstseins der chinesischen Nation.
(Redakteur: Daniel Yang)