
Wenn der Mai in Lhorong mit Lagerfeuern und dem Gorchom-Tanz die Gäste aus aller Welt willkommen heißt und ihnen eine romantische Begegnung beschert, so erklingt im Juni in Lhorong eine aufregende Symphonie aus Trommelschlägen und Kinderstimmen.
Vor kurzem fand im Kreis Lhorong der Stadt Qamdo in Xizang die Auftaktveranstaltung zur Übergabe des Löwentanzes des immateriellen Kulturerbes an die Schulen sowie ein Live-Austausch und eine Besichtigung des Shuodu-Löwentanzes statt. Der Shuodu-Löwentanz ist das Aushängeschild der Kultur von Lhorong. Er trägt nicht nur die Schwere der Geschichte in sich, sondern auch die Hoffnung für die Zukunft. Es handelt sich um eine tiefgehende Praxis, die das kulturelle Erbe im Herzen der nächsten Generation Wurzeln schlagen lässt. Dadurch wird die lebendige Kultur wirklich in der Gegenwart lebendig und erobert die Schulen im Sturm.
Auf dem Sportplatz traten die kleinen Erben des immateriellen Kulturerbes der Grundschule der Großgemeinde Shuodu an. Sie hielten Löwenköpfe in den Händen. Ihre Bewegungen haben noch etwas unbeholfen wirken mögen, aber sie waren von einer großen Beharrlichkeit geprägt. In der Darbietung der Kinder wirkte der traditionelle Löwentanz um einige Ecken kindlicher und lebendiger.
Die anwesenden Lehrer zückten ihre Handys, um die Szene festzuhalten. Einer von ihnen sagte: „Früher dachte ich, das immaterielle Kulturerbe sei ein alter Schatz. Aber wenn ich heute sehe, mit welcher Begeisterung die Kinder tanzen, wird mir klar, dass dies die coolste Tanzmode ist“.
Vom bloßen Zuschauen zum tieferen Verstehen des Wesens zeigt die Praxis der Grundschule der Großgemeinde Shuodu, dass der Weg des immateriellen Kulturerbes in die Schulen darauf abzielen muss, in die Tiefe der Bildung vorzudringen, damit die Weitergabe des immateriellen Kulturerbes auf dem Schulgelände Fuß fassen, erblühen und Früchte tragen kann.
Redakteur: Krystal Zhang