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[Ausländischer Blick auf Xizang] Laotischer Buddhist Amarin Bounvisesh: Xizang ist meine „zweite Heimat“

30-04-2026 11:03
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Nach sieben Jahren besuchte Amarin Bounvisesh, Mitglied des Ständigen Ausschusses und stellvertretender Direktor des Büros des Zentralen Buddhistischen Verbands von Laos, das schneebedeckte Hochland erneut und bezeichnete es immer noch als seine „zweite Heimat“.

Anlässlich des 65. Jahrestages der diplomatischen Beziehungen zwischen China und Laos ermöglichte ihm diese dreitägige Reise nach Xizang nicht nur, erneut die dortige Herzlichkeit zu spüren, sondern auch tiefere Erwartungen an den kulturellen Austausch und die Freundschaft zwischen den beiden Ländern zu entwickeln.

Erneut in Lhasa: Unveränderte Herzlichkeit und eine durch Berge und Flüsse verbundene Freundschaft

2019 war Amarin zum ersten Mal in Xizang und wurde von der starken buddhistischen Kultur und der einfachen Lebensart der Menschen zutiefst berührt. Nach sieben Jahren hat sich das Stadtbild von Lhasa deutlich verändert: breite Straßen führen in alle Richtungen, moderne öffentliche Verkehrsmittel decken die gesamte Stadt ab, traditionelle tibetische Wohnhäuser harmonieren mit sauberen Geschäftsvierteln.

„Ich kann spüren, dass die Menschen hier besonders reinherzig, aufrichtig und freundlich sind“, sagte Amarin. Während der dreitägigen Reise waren ihm gegenüber alle besonders herzlich, egal ob Fremdenführer, Ladenbesitzer oder einfache Bürger auf den Straßen. Diese völlig ungezwungene Vertrautheit ließ ihn oft das Gefühl haben, „in seine Heimat zurückgekehrt“ zu sein.

Als freundliche Nachbarn, die durch Berge und Flüsse verbunden sind, ist die Freundschaft zwischen China und Laos längst in das Leben beider Länder integriert.

Amarin sagte, dass Laos, obwohl es ein kleines Land sei, stets selbstlose Unterstützung von der chinesischen Regierung erhalten habe. Besonders nach der Inbetriebnahme der China-Laos-Eisenbahn sei der Austausch zwischen den Menschen beider Länder so einfach wie nie zuvor.

„Mittlerweile sind schon viele Laoten mit der China-Laos-Eisenbahn nach Kunming gefahren, was nur wenige Stunden dauert – viel bequemer als früher“, sagte er. Immer mehr Chinesen arbeiten und leben in Laos und bringen fortschrittliche Technologien, Erfahrungen und aufrichtige Freundschaft mit. Die Menschen beider Länder lernen voneinander und helfen sich im täglichen Umgang, diese Freundschaft ist besonders wertvoll.

Weitergabe des immateriellen Kulturerbes: Thangka ist ein kulturelles Juwel ohne Grenzen

Was Amarin während seiner Xizang-Reise besonders beeindruckte, war der systematische Schutz und die lebendige Weitergabe des immateriellen Kulturerbes vor Ort. In nur drei Tagen besuchte er die traditionellen Wandmalereien im Potala-Palast und im Jokhang-Tempel und ging auch in die Thangka-Schule in Shigatse, wo er junge Künstler bei der Schöpfung beobachtete.

„Es ist erstaunlich, dass die aus natürlichen Mineralien hergestellten Farben über hundert Jahre lang nicht verblassen“, sagte Amarin in der Thangka-Schule, wo er sich sehr für den Herstellungsprozess der Mineralpigmente interessierte. Er bemerkte, dass Thangka nicht nur ein Gemälde sei, sondern ein Juwel der tibetischen Kultur. „Diese Kunst trägt den Glauben und die Weisheit des tibetischen Volkes in sich und hat einen unersetzlichen spirituellen Wert.“

Besonders überrascht war er, dass Xizang ein perfektes System für die Weitergabe der Thangka-Kunst etabliert hat. „Hier gibt es spezielle Thangka-Schulen, in denen viele junge Menschen von klein auf diese Kunst erlernen. Sie beherrschen nicht nur die traditionellen Techniken, sondern integrieren auch moderne ästhetische Konzepte“, sagte Amarin. Dieses Modell von Schule und Werkstatt mit dem Ziel der Weitergabe sei sehr gut für Laos als Vorbild geeignet. Nach seiner Rückkehr möchte er die in Xizang gewonnenen Erfahrungen mit Persönlichkeiten aus Kultur und Religion in Laos teilen, um den Austausch und die Zusammenarbeit beider Länder im Bereich des immateriellen Kulturerbes zu fördern.

Kulturelle Verbundenheit: Die Freundschaft zwischen China und Laos bleibt frisch

In diesem besonderen Jahr, dem 65. Jubiläum der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen China und Laos, China zu besuchen und in Xizang vor Ort Recherchen durchzuführen, hatte für Amarin eine ganz besondere Bedeutung.

„In den vergangenen 65 Jahren haben sich Laos und China stets gegenseitig respektiert und unterstützt, was zu einer tiefen Freundschaft geführt hat“, sagte er. Als Buddhist spüre er deutlich, dass die buddhistische Kultur ein wichtiges Band ist, das die Herzen der Menschen beider Länder verbindet. Die beiden Länder haben viele Gemeinsamkeiten in religiösen Lehren und kulturellen Traditionen, was eine solide Grundlage für den Austausch und die Zusammenarbeit bildet.

Amarin betonte, dass die Schicksalsgemeinschaft zwischen Laos und China nicht nur eine wirtschaftliche Win-win-Zusammenarbeit sei, sondern auch ein kulturelles Verständnis und eine Verbundenheit. Kultureller Austausch könne die Menschen beider Länder einander näherbringen und das Vertrauen stärken, wodurch die Freundschaft zwischen Laos und China noch fester verankert wird.

„Diese Reise nach Xizang hat mir ein reales, vielseitiges und umfassendes Bild von China gezeigt und mein Verständnis für die chinesische Politik für ethnische Minderheiten und den Kulturschutz vertieft.“

Nach Abschluss der Besichtigungen verabschiedete sich Amarin von uns, sein Gesicht war immer noch von seinem charakteristischen freundlichen Lächeln erhellt. Er sagte, diese Reise nach Xizang habe sehr viele schöne Erinnerungen hinterlassen.

„Ich werde dem laotischen Volk von meinen Eindrücken und Erlebnissen in Xizang berichten und hoffe, dass in Zukunft mehr junge Laoten nach China und Xizang kommen können, um die Freundschaft zwischen Laos und China weiterzutragen. Ich bin auch davon überzeugt, dass die Freundschaft zwischen unseren beiden Ländern so beständig und lebendig bleiben wird wie die Farben auf den Thangka-Bildern – immer frisch und niemals verblassend.“

(Redakteur: Daniel Yang)