


Betrat man die Xizang-Xueduibai-Schule für Facharbeiter, war der Hof erfüllt vom ununterbrochenen, hellen Klang metallener Schläge. Der Lehrer für Metallkunst, Norbu Dondrup, saß mit seinen Schülern um einen Tisch. Konzentriert die Werkzeuge in den Händen haltend meißelten sie kunstvoll; zwischen Hammer und Meißel wurde gewöhnliches Metall zu Kunstwerken, zu Statuen, geformt.
„Xueduibai“ ist eine phonetische Übersetzung aus dem Tibetischen und bedeutet „jene, die alle Dinge des Genusses erschaffen können“. Es handelt sich um eine offizielle, staatliche Werkstatt, die seit der Ming-Dynastie den höchsten Standard tibetischer traditioneller Handwerkskunst repräsentiert. Die Schule ist nach diesem historischen Vorbild benannt. Im Jahr 2010 gegründet, ist sie eine wichtige Plattform für die Weitergabe tibetischer traditioneller Handwerkstechniken, und Norbu Dondrup arbeitet hier als Lehrer für Metallkunst.
Norbu Dondrup besteht auf praktischem Unterricht aus einer Hand und führt die Schüler geduldig und ihren Fähigkeiten entsprechend. Bis heute hat er rund 80 Schüler unterrichtet. Die Schüler sind meist Kinder von Nomaden- und Bauernfamilien aus allen Teilen Xizangs, und viele beginnen ohne Vorkenntnisse.
(Redakteur: Daniel Yang)