
Am 17. April besuchte eine von der Vereinigung der Mitarbeiter für den Aufbau und die Unterstützung Xizangs in Peking organisierte und von der Industrie- und Handelskammer der Autonomen Region Xizang geleitete Studien- und Besichtigungsdelegation tibetischer Leiter von land- und viehwirtschaftlichen Genossenschaften Peking. Die Teilnehmer bestiegen das Tian’anmen-Tor, besuchten das Palastmuseum, tauchten in die chinesische Kultur ein, wurden Zeugen der Volksgruppen-Vielfalt und erlebten die tiefgründige Geschichte sowie den Charme der vielfältigen und doch einheitlichen Kultur des Mutterlandes.
Vom Turm des Tian’anmen-Tores aus bot sich ein atemberaubender Blick auf die Hauptstadt: Die imposanten Bauwerke und der feierliche Platz erfüllten die 47 Leiter von Basisgenossenschaften, die von weit her angereist waren, mit großer Begeisterung und ließen sie den Wohlstand und die Stärke des Vaterlandes tief spüren. „Ich bin zum ersten Mal in Peking und stehe auf dem Tian’anmen-Tor – ich bin unendlich bewegt und stolz. Da ich den Wohlstand und die Blüte unseres Vaterlandes mit eigenen Augen sehe, ist mir umso bewusster, dass unser heutiges sicheres und glückliches Leben nicht selbstverständlich ist“, sagte Tenzin Ngodrup, Parteisekretär der Handarbeitsgenossenschaft für Menschen mit Behinderung der nationalen Minderheiten in der Großgemeinde Gangga im Kreis Tingri der Stadt Shigatse, tief bewegt.
„In den letzten Jahren hat sich die Kultur- und Tourismusbranche in Shigatse rasant entwickelt, und die Chancen, die sich aus den vorteilhaften staatlichen Maßnahmen ergeben, beflügeln uns Handwerker, die hier in der Region verwurzelt sind, ungemein.“ Zu sehen, wie immer mehr Touristen nach Shigatse und in die Großgemeinde Gangga im Kreis Tingri kommen, um die Volksgruppen-Kultur seiner Heimat kennenzulernen und typische Handwerkskunst zu erwerben, hat Tenzin Ngodrup in seiner Überzeugung bestärkt. Er gibt offen zu, dass er zwar keine formale Ausbildung genossen hat, sich aber stets für die Weitergabe des traditionellen Handwerks eingesetzt hat. Seit der Gründung der Genossenschaft im Jahr 2015 hat sie sich von anfänglich sieben Menschen mit Behinderung auf mittlerweile 72 Menschen mit Behinderung und 118 Angehörige benachteiligter Bevölkerungsgruppen ausgeweitet und ihnen eine feste Anstellung verschafft.


Beim Betreten der Verbotenen Stadt beeindruckte der majestätische Komplex aus roten Mauern und gelben Ziegeln, der die jahrtausendealte Geschichte und kulturelle Kontinuität Chinas in sich trägt. Während die Delegierten die historischen Gebäude und die wertvollen Exponate besichtigten, staunten sie über die meisterhafte Handwerkskunst und die Weisheit der alten Handwerker und erkannten dabei die Weite und Tiefe der chinesischen Kultur.
Bei der Ausstellung „Alles kehrt zum Ursprung zurück: Ausstellung über Geschichte, Kultur und Kunst des Sakya-Klosters“ verspürten die Besucher eine vertraute kulturelle Atmosphäre, was ihre Begeisterung noch weiter steigerte. Die über 200 wertvollen Exponate in den Ausstellungsräumen veranschaulichen die fast tausendjährige Geschichte und die künstlerischen Besonderheiten des Sakya-Klosters sowie dessen wichtige Rolle im Prozess der Vielfalt und Einheit des chinesischen Volkes. Sie sind Zeugen der glorreichen chinesischen Geschichte, die von allen Völkern gemeinsam geschrieben wurde, und der strahlenden chinesischen Kultur, die sie gemeinsam geschaffen haben.
Die vielfältigen Thangka-Exponate der Ausstellung zeigen die Entwicklung des künstlerischen Stils des Sakya-Klosters sowie die Verschmelzung verschiedener Kulturen und sind somit ein visuelles Zeugnis von Geschichte und Kunst.
„Die Thangka-Exponate in der Ausstellungshalle sind nicht nur reine tibetische Handwerkskunst, sondern vereinen auch Elemente der Kultur des chinesischen Kernlandes und künstlerische Merkmale benachbarter Völker. Die handwerklichen Muster und Kompositionstechniken spiegeln die Ergebnisse des langjährigen Austauschs und der Verschmelzung verschiedener Völker wider.“ Basang Tsering, Leiter eines Thangka-Unternehmens in Xizang, ist davon tief überzeugt und sagt: „Dies hat mir deutlich vor Augen geführt, dass die traditionelle tibetische Kultur seit jeher ein untrennbarer Bestandteil der chinesischen Kultur ist. Erst durch das gegenseitige Aufnehmen und Lernen voneinander haben die Kulturen der verschiedenen Völker die heutige facettenreiche traditionelle Kunst hervorgebracht.“
Auf dem gemeinsamen Erinnerungsfoto wurden die strahlenden Gesichter aller festgehalten. Diese tausende Kilometer lange Reise des Austauschs war nicht nur ein visuelles Erlebnis, sondern auch eine tiefgreifende seelische Läuterung.
(Redakteur: Daniel Yang)