Als eine der größten Einrichtungen für ethnische Handwerkskunst in Shigatse fördert die Xizanger Zanglu-Kulturentwicklungsgesellschaft aktiv die herausragende ethnische Kultur, indem sie handwerkliche Techniken mit ethnischen Besonderheiten bewahrt und entwickelt, wodurch traditionelle Handwerkskunst einen Ort zum Überleben gefunden hat. Für die hier ansässigen Handwerker ist dies nicht nur eine Werkstatt, sondern auch ein Zufluchtsort für die Bewahrung der ethnischen Kultur.

Ein Künstler beim Thangka-Malen
Die Lebenskraft des immateriellen Kulturerbes liegt immer in den Menschen
Um zu verhindern, dass alte Techniken mit der Zeit verloren gehen, wurde hier ein umfassendes System zur Ausbildung und Weitergabe etabliert – durch Berufsschulen, Thangka-Verbände und Thangka-Malakademien wurden jahrhundertealte, mündlich überlieferte volkstümliche Handwerkstechniken in systematische und nachhaltige Lehrmethoden verwandelt. Bisher wurden hier über 780 Nachwuchskräfte für die ethnische Handwerkskunst ausgebildet, mit einer Beschäftigungsquote von 78 Prozent nach der Ausbildung.
Hinter diesen Zahlen verbergen sich lebendige Geschichten des Wachstums. Es gibt junge Einheimische, die seit ihrer Kindheit Thangka lieben, aber nirgends eine Ausbildung fanden und hier traditionelle Maltechniken erlernten, bis sie selbstständig als Künstler arbeiten konnten. Es gibt Dorfbewohner, die früher als Wanderarbeiter unterwegs waren, sich hier auf Holzschnitzerei konzentrierten und nun ein stabiles Einkommen vor Ort haben. Es gibt Hochschulabsolventen, die hier eine Brücke zwischen ethnischer Kultur und modernem Markt schlugen und alten Techniken einen zeitgemäßen Ausdruck verliehen.

Ein Künstler taucht den Pinsel in Farbe, um ein Thangka-Bild zu schaffen.
Diese Werkstatt verbindet stets kulturelle Weitergabe mit sozialer Verantwortung und bietet über 50 Einheimischen stabile Arbeitsplätze mit einem durchschnittlichen Monatslohn von 5000 Yuan.
Gleichzeitig wurden hier mehr als 480 Kinder aus land- und viehwirtschaftlichen Gebieten sowie Menschen mit Behinderungen, die keine körperliche Arbeit verrichten können, ausgebildet. Sie erhielten Schulungen in ethnischer Handwerkskunst und wurden in die Produktion und Weitergabe von handwerklichen Produkten mit ethnischem Charakter eingeführt.
Die Weitergabe des tibetischen Kunsthandwerks ist ein Vermächtnis von Generation zu Generation
In früheren Jahren lernten Thangka-Künstler wie Losang Dainda im Kloster Trashilhünpo die Maltechniken von Thangka-Bildern. Während ihrer mehr als zehnjährigen professionellen Tätigkeit vertieften sie ihr traditionelles Können. Von der Gründung der Berufsschulen im Jahr 2009 über die spätere Einrichtung der Thangka-Verbände bis hin zur Eröffnung der Thangka-Malakademien – seit über einem Jahrzehnt geht es ihnen nie um ein eigenes Geschäft, sondern um die Bewahrung des kulturellen Erbes. Von der ursprünglichen Meister-Schüler-Weitergabe bis zur heutigen systematischen Ausbildung haben sie Dutzende von Thangka-Verbreitern hervorgebracht. Die alte Kunst der Thangka-Malerei hat so die Klöster verlassen und ist in die breite Öffentlichkeit gelangt.