„Solange man spricht, kann er auch singen. Solange man geht, kann er auch tanzen.“ Seit langem scheinen Singen und Tanzen den Tibetern einfach im Blut zu liegen. In diesem Sinne ist das Chinesische Autonome Gebiet Tibet auch als Meer von Singen und Tanzen weit bekannt. Heutzutage fungieren die tibetischen Lieder und Tänze als eigenständige Kultursymbole, auf welche die Tibeter stolz sind, und dienen als Kulturphänomene der Entwicklung und Verbreitung der überlieferten Volkskultur.
Die über eine lange Zeit hinweg überlieferten traditionellen Musikinstrumente sind wie ein Golddraht, der alle einzelnen Symbole zusammen miteinander verknotet, womit sich der Glanz und Charme der uralten traditionellen Kunst erfühlen lassen.
Die Musikinstrumente des tibetischen Volkes zeigen sich in einer Vielfalt von Arten, die sich in die folgenden Typen einteilen lassen: Zupf-, Streich-, Blas-, Schlaginstrumente. Die Zhamunian-Zither zählt zu den Zupfinstrumenten.
Die Musikinstrumente unterschiedlicher Arten werden in verschiedenen Situationen verwendet. Egal im landwirtschaftlichen Gebiet oder auf der Alm sind die Emotionen des Volkes wie z.B. Fröhlichkeit, Wut, Trauer und Glück durch Spielen dieser Musikinstrumente aufzuzeigen. Zhamunian zählt zu den traditionellen Musikinstrumenten der Tibeter, mit denen die Eigentümlichkeiten des tibetischen Volkes am besten präsentiert werden können.
Für diejenigen, die zum ersten Mal die tibetische Musik kennenlernen, ist Zhamunian wohl ein unbekannter Begriff. Aber den seit Generationen im Hochland siedelnden Tibetern ist dieses Musikinstrument sehr vertraut. Zhamunian wird auch als Zhamunie bezeichnet. „Zha“ bedeutet Klang und Ton, „Nian“ bezeichnet wohlklingend. Alles zusammen bedeutet es wohlklingenden Klang oder schöne Melodie. Als Zupfinstrument ist Zhamunian nicht nur im Chinesischen Autonomen Gebiet Tibet, sondern auch in den Provinzen Qinghai, Gansu und Sichuan weit verbreitet. An manchen Orten gibt es sogar eine volkstümliche Überlieferung – Jeder kann Zhanian-Zither spielen, die erklärt die große Popularität von Zhamunian. In diesem Sinne gilt Zhamunian unter den Tibetern als eine wichtige Kunstform von Singen und Spielen.
Auf den Beinen, schräg vor der Brust wird die Zhamunian-Zither durch die Hand-Handkoordination gespielt. Dabei zupft die linke Hand fest die Saiten, während sie die rechte Hand sanft und flexibel streicht. Inzwischen entsteht eine wohltönende Melodie, die sowohl schnell als auch sanft sein kann. Weder die Musiktheorie noch die Kommunikation durch die Sprache ist beim Genießen dieser Musik ein Muss, weil die Geschichte und das Gefühl der Spieler schon in die Musik fließen.
Quelle: Tageszeitung von Tibet
Redakteur: Yifei Sui